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Dass Stadionverbote gerechtfertigt sind, um erwiesene Hooligans und rechtsextremes Gedankengut von den Sportstätten fernzuhalten, bedarf keiner weiteren Erörterung. Unberechtigte Stadionverbote und Aufnahmen in die „Gewalttäterdatei Sport (GS)“ (landläufig auch als „Hooligan Datei“ bezeichnet) stellen für den Fußballfan eine empfindliche Strafe dar und sollten daher durch einen versierten Rechtsanwalt überprüft werden, denn grundsätzlich gilt: „Fußballfans sind keine Verbrecher!“

Folgende Ausführungen dienen einer ersten Orientierung bei Ausspruch eines ungerechtfertigten Stadionverbotes:

Sind Sie im Rahmen eines Fußballspiels Maßnahmen gegen Sie ergriffen worden ist zunächst von Bedeutung, ob eine Eintragung in der sog. „Gewalttäterdatei Sport (GS)“ erfolgt ist. Derzeit (Stand Januar 2007) sind ca. 9300 Personen in der Datei erfaßt. Aufgrund einer Aufnahme in der Datei sind Meldeauflagen, Ausreiseverbote und vorsorgliche Ingewahrsnahme denkbar. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass die Polizei nicht von Amtswegen verpflichtet ist über Eintragungen Mitteilung zu machen.

Hinweis ! Der einzelne Fußballfan hat gem. § 18 DSG NRW die Möglichkeit Auskunft über Eintragungen in der Gewalttäterdatei Sport bei der Zentralen Informationsstelle (ZIS) zu erlangen.

Aktuell ! Für die Datensammlung besteht nach einer Entscheidung der 10. Kammer des Verwaltungsgericht Hannover „keine ausreichende rechtliche Grundlage“ (Az 10 A 2412/07)

Die Richtlinie zur einheitlichen Einhaltung von Stadionverboten stellen keine Rechtsgrundlage für ein Stadionverbot dar. Hierbei handelt es sich lediglich um interne Regelungen zwischen dem DFB und den einzelnen Vereinen und stellen demzufolge lediglich Empfehlungen zur einheitlichen Regelung von Stadionverboten dar. Aufgrund der Richtlinie wird den einzelnen Vereinen ermöglicht Maßnahmen mit bundesweiter Wirkung auszusprechen.

Stadionverbote finden ihre Grundlage vielmehr in dem zivilrechtlichen Unterlassungsanspruch gem. §§ 903, 1004 BGB und stehen den Vereinen (als Rechtsinhaber) im Rahmen der zivilrechtlichen Regelungen zu. Insbesondere willkürlich erscheinende Stadionverbote oder Verstöße gegen den sog. Grundsatz von Treu und Glauben durch die Vereine unterliegen damit der Überprüfung durch die Zivilgerichte. Bitte fragen Sie Ihren Rechtsanwalt, ob im konkreten Fall Rechtsmittel gegen ein Stadionverbot erfolgsversprechend erscheinen.

Hinweis ! Von dem Stadionverbotsverfahren ist das strafrechtliche Verfahren zu unterscheiden. Insbesondere sollten Sie mich (gerade) im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren aufsuchen, da eine Einstellung des strafrechtlichen Verfahrens auch positive Auswirkungen auf ein Stadionverbotsverfahren haben kann (vgl. § 6 Abs.1 der Richtlinie). Bitte beachten Sie für das strafrechtliche Verfahren den Grundsatz: Ohne Akteneinsicht, keine Aussage!

Delikte, die in diesem Rahmen häufig in Betracht kommen sind: Körperverletzung, Sachbeschädigung, Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigungen.

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