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Gem. § 249 BGB sind sowohl die unmittelbaren als auch Folgeschäden zu erstatten. Als weitere erstattungsfähige Schadenspositionen kommen daher in Betracht:

Merkantiler Minderwert

Trotz einer durchgeführten Reparatur hat das Fahrzeug mitunter einen verminderten Wiederverkaufswert (sog. merkantile Wertminderung). Diese Wertminderung ist dem Geschädigten grundsätzlich zu erstatten. Bagatelleschäden, die nur einzelne abgegrenzte Bereiche des Fahrzeugs betreffen, wird i.d.R. kein Minderwert zuerkannt. Hatte das Fahrzeug bereits einen Vorschaden, wirkt sich dies mindernd auf die Berechnung des Minderwertes aus.

Gutachtenkosten

Grundsätzlich gehören die Kosten, die der Geschädigte zum Nachweis des Schadensumfangs aufwenden muss -unabhängig von der Richtigkeit oder der Brauchbarkeit- zu den erstattungsfähigen Kosten. Im Rahmen der Schadensminderungspflicht ist ein Sachverständigengutachten bei einem Bagatelleschaden (ca. 500 € bis 750 €) jedoch nicht erstattungsfähig. Für die Frage der Erforderlichkeit und Zweckmäßigkeit einer solchen Begutachtung ist jedoch auf die Sicht des Geschädigten zum Zeitpunkt der Beauftragung abzustellen. Demnach kommt es darauf an, ob ein verständig und wirtschaftlich denkender Geschädigter nach seinen Erkenntnissen und Möglichkeiten die Einschaltung eines Sachverständigen für geboten erachten durfte. (vgl. BGH VI ZR 365/03)

Mietwagen, Nutzungsausfall

Für die Dauer der Reparatur bzw. der Wiederbeschaffung hat der Geschädigte bei vorliegen von Nutzungswillen und Nutzungsmöglichkeit grundsätzlich einen Anspruch auf einen Mietwagen oder Nutzungsausfall.
Im Rahmen der Schadensminderungspflicht hat der Geschädigte zu einer möglichst raschen und zügigen Reparatur zu sorgen. Allerdings wird dem Geschädigten durch die Rechtssprechung eine Überlegungsfrist eingeräumt, die nach den Umständen des Einzelfalls zu bewerten ist.

Vorsicht ! Aufgrund der Schadensminderungspflicht sollte bei einem geringem Fahrbedarf (ca. 20 km pro Tag) besser auf Taxi oder auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgegriffen werden. Zudem sollten wegen z.T. erheblicher Preis- unterschiede Preisvergleiche angestellt werden, um keine Nachteile zu erleiden.

Schmerzensgeld

Bei Verletzung der Gesundheit oder des Körpers besteht ein Schmerzensgeldanspruch. Insbesondere ist nach neuer Rechtslage für die Geltendmachung von Schmerzensgeld kein Verschulden mehr erforderlich. Die Höhe des Schmerzensgeldes hängt vom Einzelfall ab. Das Gericht legt bei seiner Entscheidung insbesondere die Art der konkreten Verletzungen, Krankenhausaufenthalt, Dauer der Behandlung, Arbeitsunfähigkeit zu Grunde.

Entsorgungskosten

Weist das Fahrzeug nach einem Totalschadenkeinen Restwert mehr auf ist die gegnerische Versicherung verpflichtet die Entsorgungskosten (bei konkreten Nachweis) zu tragen.

Entgangener Gewinn

§ 252 BGB stellt klar, dass der entgangener Gewinn zum Schaden gehört

Haushaltsführungsschaden

Der Haushaltsführungsschaden ist der Schaden, der dadurch entsteht, dass jemand seinen Haushalt nicht oder nur teilweise führen kann. Der Anspruch ist gerichtet auf Ersatz der Kosten, die notwendig gewesen sind bzw. gewesen wären, um den Haushalt durch Dritte führen zu lassen.

Copyright Rechtsanwalt Frank Lee, Essen